Aktuelles

Gedenken an den 07. Oktober 2023

Der 7. Oktober 2023 war eine tiefgreifende Zäsur für jüdisches Leben in Israel und weltweit. Wir gedenken der Ermordeten, der Verschleppten und ihrer Angehörigen sowie aller Betroffenen.

Auch drei Jahre später sind die Folgen der Massaker spürbar. Der Anstieg antisemitischer Gewalt und die gesellschaftlichen Reaktionen prägen jüdisches Leben in Deutschland bis heute.

In Dresden, Chemnitz und Leipzig finden Gedenkveranstaltungen statt.

Fachnetzwerktagungen 2026

Im Jahr 2026 veranstalten wir insgesamt 3 Fachtagungen, die jeweils unter einem bestimmten Schwerpunktthema stehen werden. Die Veranstaltungen richten sich primär an Akteur*innen, die in den Bereichen der Antisemitismusbekämpfung und Stärkung jüdischen Lebens tätig sind. Interessierte sind jedoch natürlich auch stets herzlich willkommen.

Abgesehen von den Tagungen wird es ein neues, partizipatives „Akteursformat“ geben. Dieses Format stellt die Bedürfnisse lokaler Akteur*innen noch stärker in den Mittelpunkt. Die inhaltliche und organisatorische Planung findet von Anfang an gemeinsam statt, womit die konkrete Form der Veranstaltung offen bleibt und je nach Interessen vor Ort sehr unterschiedlich ausfallen kann. Ziel ist es, die Teilhabe zu stärken und die Erfahrungen des Fachnetzwerks mit der Expertise und Kreativität lokaler Akteur*innen zu verbinden, um gemeinsam eine individuell abgestimmte Veranstaltung umzusetzen.

Tagungen und Akteursformat 2026

Veranstaltungstipp

Erinnerungspolitischer Fachtag “Intervention. Antisemitismus und Erinnerungskultur”

Am 18.11.2026 findet an der TU-Chemnitz von 10-18 Uhr der Erinnerungspolitische Fachtag der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG) und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten statt. Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf der Seite der sLAG. Das Koordinationsteam des Fachnetzwerkes bietet ein Werkstattgespräch zum Thema: „Post-Shoah-Antisemitismus, Verantwortung und deutsche Identität(en)“ an.

Abschlussbericht der bundesweiten »Studie zu den Auswirkungen des terroristischen Anschlags am 7. Oktober 2023 auf jüdische und israelische Communities in Deutschland«.

Die von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) geförderte Studie untersucht seit Februar 2024 die Auswirkungen des 7. Oktober auf den Alltag jüdischer und israelischer Communities. Die Grundlage bilden narrative Interviews, Gruppendiskussionen, Selbstbeobachtungen und Follow-up-Erhebungen mit 118 Studienteilnehmer*innen zwischen 7 und 80 Jahren.
Im Fokus stehen die unmittelbaren und längerfristigen Folgen der Angriffe sowie Erfahrungen mit Antisemitismus. Untersucht werden lebensgeschichtliche Einordnungen sowie Veränderungen von Teilhabe und sozialen Beziehungen – in Familien und Nachbarschaften, in Institutionen, am Arbeitsplatz und im digitalen Raum. Ebenso geht es um Fragen von Sicherheit und Vertrauen, um den Umgang mit gesellschaftlichen Reaktionen sowie um innerjüdische Kohäsion und Empowerment.

Mehr Informationen findne Sie auf der Seite des Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS)

Eine Brücke über einen Bach in der Sächsischen Schweiz.

Jahresbericht: Antisemitische Vorfälle in Deutschland 2025

Der RIAS e.V. (Bundesverband Recherche- und Informationsstelle) hat den Jahresbericht “Antisemitische Vorfälle in Deutschland 2025” [17. Juni 2026] veröffentlicht. “Keine Trendwende bei antisemitischen Vorfällen –
RIAS dokumentiert 24 Fälle pro Tag. Das Lagebild zeigt: Seit dem 7. Oktober 2023 besteht ein hohes Vorfallniveau
und schränkt das Leben von Jüdinnen:Juden weiter ein. Im Vergleich zu 2022 hat sich die Zahl der
Vorfälle mehr als verdreifacht. Israelbezogener Antisemitismus wurde bei zwei Dritteln (68 %) aller
Vorfälle dokumentiert”. Zum vollständigen Bericht.

Fachnetzwerk gegen Antisemitismus