Tagung: Das Gerücht über die Anderen #2026 am 3.-4.9.26
3. September / 10:00 – 4. September / 17:00
Herbstschule mit Film & Gespräch, Werkstattbericht, Vortrag und Gedenkstättenbesuch zu Antisemitismus, Ableismus und Rassismus gegen Sinti* und Roma*
In der Gegenwart werden Menschen ihres Menschseins beraubt: Arbeitsrechte, Aufenthaltsrechte, Daseinsfürsorge, Gesundheitsversorgung und Unschuldsvermutung werden geschleift. Nicht das Sein, sondern die Arbeitsfähigkeit bestimmt die Berechtigung – „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Wir diskutieren Traditionslinien von Antisemitismus, Ableismus, Sozialchauvinismus und Antiziganismus. Sozialkürzungen treffen systematisch die Schwächsten und verschärfen Diskriminierung. Die zentrale Frage lautet: Wer gilt als „würdig“ und wer nicht? Die Herbstschule bietet Raum für kritische Analyse, Reflexion und Austausch, um regressiven und populistischen Vereinfachungen entgegenzuwirken und Organisierung zu ermöglichen.
TAG 1Donnerstag: 03.09.26, 16 Uhr – 21 Uhr, Zentralkino · Kraftwerk Mitte 16 · 01067 Dresden
Panel 1 Weder bekannt, noch anerkannt: Biografische Recherchen: Film und Gespräch mit der Filmemacherin, Fotografin und Journalistin Allegra Schneider (Bremen) und Leonardo Bajrić (angefragt)
Panel 2 Die ehemalige Städtische Arbeitsanstalt Leipzig als aktiver Erinnerungsort” und die Werkstattaustellung „Ausgrenzung, Arbeitszwang und Abweichung“:Werkstattbericht von der Initiative Riebeckstraße 63
Panel 3 „Krise, Kapital und Klischees – Antisemitische Bilder in Kapitalismuskritik und Popkultur“: Vortrag von Martin Seng (Politik- und Literaturwissenschaftler, freier Journalist und Bildungsreferent)
TAG 2Freitag, 04.09.26, 9:00 – 15:30 Uhr: Exkursion und Rundgang durch die Gedenkstätte Großschweidnitzmit Christoph Hanzig
Exkursion mit Reisebus von Dresden-Neustadt zur Gedenkstätte Großschweidnitz, inklusive Mittagessen
Anmeldung: https://forms.gle/T1Y6o6nB1th6B5Go9
Weitere Infos HIER.
Wichtige Hinweise:
– Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt!
– Das Zentralkino, der Bus der Exkursion sowie die Gedenkstätte sind barrierearm.
– Separate Buchung der Tage ist möglich!
– Eintritt ist frei, gerne kann gespendet werden!
Eine Veranstaltung in Kooperation von:
HATiKVA – Bildungs- und Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur e.V. im Rahmen des Innovationsprojekts: Ökonomische Mythen und Projektion – Präventive Bildungsarbeit gegen wirtschaftlich begründeten Antisemitismus und dem Fachnetzwerk Antiziganismus/Antiromaismus bei Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V., sowie der Gedenkstätte Großschweidnitz/Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Mit Unterstützung: der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG) und dem Bündnis gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen (BgA)

